Ehemaliges Franziskanerkloster zu Freiberg

Sämtliche Innen- und Außnanstriche wurden mit den rein mineralischen Naturfarben aus dem Hause Beeck verarbeitet. 

Das als "Franziskanerkloster" bezeichnete Gebäude ist das einzige erhaltene des kurz nach der Stadtgründung in Freiberg angesiedelten Franziskanerordens. Erbaut wurde es 1506 bis 1510. Das Gebäude wurde direkt an die Stadtmauer gesetzt, so dass diese als Außenwand dient und der Nordgiebel auf der Mauerkrone thront. Die als Schaufassade ausgebildete Ostfassade und die Grundrisslösung des Erdgeschosses lassen eine Erstnutzung als Gästehaus vermuten. Mit der Reformation war der Niedergang der Klöster verbunden. Die zugehörigen Gebäude wurden abgetragen, verfielen oder wurden einer anderen Nutzung zugeführt. Das am Standort erhaltene Gebäude wurde nachreformatorisch nachweislich als Findel- und Waisenhaus sowie Korbflechterei genutzt. Ab 1870 dienten zumindest Teile des Hauses als Bettenstation des Krankenhauses. Nach dem 1. Weltkrieg war im Erdgeschoss ein Teil des städtischen Bauhofs mit Büro und Lager untergebracht. Um 1930 wurden Ober- und Dachgeschoss zu Wohnzwecken umgebaut, nach 1945 auch das Erdgeschoss. Ab ca. 1980 stand das Gebäude leer.

Aufgrund des Alters und dem Umstand, dass das Gebäude 20 Jahre lang nicht genutzt wurde, befand es sich in einem baufälligen Zustand: Fenster und Türen waren nicht mehr vorhanden, Treppen schadhaft, Fußböden verschlissen, technische Gebäudeausrüstung nicht mehr existent sowie Außenwände stark durchfeuchtet. Dank einer in den 90er Jahren erfolgten Notsicherung, zu der ein Notdach aus Wellbittafeln installiert sowie die Rohbauöffnungen in der Außenwand vermauert wurden, konnten die schlimmsten sonst zu erwartenden Schäden verhindert werden.



Zu Beginn der Sanierung im Jahr 2003 wurden die auf der Westseite und am Südgiebel angrenzenden Anbauten abgetragen sowie Einbauten und Trennwände in Ober- und Dachgeschoss entfernt. Vorhandene Sandsteingewände der Außenwände wurden soweit möglich erhalten und durch neue Gewände, die in der Profilierung den vorgefundenen Originalen entsprechen, ergänzt. Bei der Sanierung der Decken wurden vorhandene Holzbalkendecken erhalten bzw. in Anlehnung an die vorhandene Substanz erneuert. Die mächtige Dachkonstruktion wurde zimmermannsmäßig repariert und eine Holzsichtschalung auf der Oberseite der Sparren montiert. Das beeindruckende raumprägende Gebälk konnte dadurch sichtbar belassen werden. In der Folge wurden Ausbaumaßnahmen und Installationen der technischen Gebäudeausrüstung entsprechend der heutigen Nutzerforderungen ausgeführt.

Seit Herbst 2004 dient das Obergeschoss als Wohnung und das Dachgeschoss als Büro. Der Ausbau des Erdgeschosses stellt eine interessante spätere Bauaufgabe dar.

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Kloster der Franziskaner
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